AlloPaSZ – Einfluss der allogenen SZT auf Partnerschaft, Sexualität, Zukunfts- und Familienplanung

Verantwortliche Personen:
AG Frietsch – Medizinische Klinik und Poliklinik II, Universitätsklinikum Würzburg
Ag-Frietsch-2026-1

Abbildung 1: PD Dr. med. habil. Jochen Frietsch und Frau cand. med. Anita Rötche

 

Team

 

Das Team besteht aus PD Dr. med. habil. Jochen Frietsch von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II (rechts im Bild) und fünf Doktoranden und Doktorandinnen, von denen das hier vorgestellte Forschungsvorhaben mit viel Engagement durch Frau cand. med. Anita Rötche (links im Bild) betreut wird.

Motivation und Innovation

 

Die AG Frietsch konzentriert sich in ihren grundlagenwissenschaftlichen Fragestellungen darauf die Pathobiologie der Chronischen Myeloischen Leukämie (CML) immer besser zu verstehen.

Mit diesem Wissen arbeiten wir klinisch täglich daran die Behandlungsmodalitäten der allogenen Stammzelltransplantation zu verbessern und ihre Folgen, einschließlich physischer Belastungen, zu verringern. Klinische und translationale Arbeiten haben dabei direkten Bezug zum Patienten und zur Patientin, wobei uns insbesondere junge Erwachsene am Herzen liegen.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

 

Das vorgestellte Forschungsprojekt untersucht den Einfluss einer allogenen Stammzelltransplantation auf die Lebensbereiche Partnerschaft, Sexualität, Zukunfts- und Familienplanung mit Hauptaugenmerk auf die spezifischen Bedürfnisse der Patientengruppe der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18-39 Jahren. Es sollen Herausforderungen identifiziert werden, die aus den körperlichen, emotionalen und sozialen Folgen dieser Behandlung entstehen. Die Ergebnisse sollen helfen, maßgeschneiderte Unterstützungsangebote zu entwickeln, um die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu verbessern.

Ansatz des Forschungsprojektes

 

Teilnehmende Patientinnen und Patienten erhalten einen persönlichen Zugangscode zu einem von uns erstellten, webbasierten Fragebogen, der in weiten Teilen auf bereits veröffentlichten und validierten Fragebögen aufbaut und die genannten Themenkomplexe strukturiert abfragt.

Welche Krebserkrankung soll behandelt werden?

 

An diesem Forschungsprojekt können alle Patientinnen und Patienten teilnehmen, die – unabhängig von der (hämatologischen) Grunderkrankung – im Alter zwischen 18‑39 Jahren eine allogene Stammzelltransplantation erhalten haben. Hierbei handelt es sich vor allem um die hämatologischen Erkrankungen der akuten lymphatischen Leukämie (ALL), der akuten myeloischen Leukämie (AML), der chronischen myeloischen Leukämie (CML), der myelodysplastischen und myeloproliferativen Neoplasien (MDS und MPN).

Warum soll das Forschungsprojekt unterstützt werden?

 

Obwohl sich das Überleben stammzelltransplantierter Patientinnen und Patienten in den letzten Jahren verbessert hat, handelt es sich um eine nebenwirkungsreiche Behandlungsmodalität mit oft erheblichen körperlichen Spätfolgen. Dabei stellt insbesondere die Graft-versus-Host-disease (GvHD) eine Hausforderung für die stammzelltransplantierten Patientinnen und Patienten dar. Während die medizinischen Folgen, wie beispielsweise Infertilität oder chronische Fatigue, gut dokumentiert sind, gibt es bislang nur begrenzte Erkenntnisse über psychosoziale Auswirkungen auf zentrale Lebensbereiche wie Partnerschaft, Sexualität sowie der Zukunfts- und Familienplanung.

Gerade für die jungen Erwachsenen stellt diese belastende Situation eine besonders große Herausforderung dar, denn sie befinden sich in einer genau solchen Lebensphase, die stark geprägt ist von Identitätsbildung, Partnerschaftsentwicklung und Familienplanung. Eine spezielle Langzeitnachsorge könnte die Sorgen und Ängste der Patienten rechtzeitig erkennen und den Betroffenen die nötige Unterstützung bieten.

Das hier vorgestellte Forschungsprojekt soll dabei helfen die bestehenden Lücken zu schließen und die Versorgung der Patienten und Patientinnen verbessern.

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