Mit Botenstoffen zu wirksameren CAR-T-Zellen gegen Hautkrebs
Abbildung 1: Teamfoto der AG Uslu mit (v.l.n.r.) Elias Pekarski (Med.-Doktorand), Dr. Max-Augustus Kleiß (Clinician Scientist), Claudia Siedel (Labormanagerin), Prof. Dr. Ugur Uslu (Arbeitsgruppenleiter), Dr. Ebrahem Hamed (Postdoktorand), Thamer Al Hamad (PhD-Doktorand), Marcel Hanika (Masterand). Quelle: ©Hermann Mareth/UKW
TEAM
Unsere Arbeitsgruppe an der Hautklinik des Universitätsklinikums Würzburg verbindet tägliche Patientenversorgung mit moderner translationaler Krebsforschung. Dabei betreuen wir Menschen mit Hautkrebs im klinischen Alltag und entwickeln gleichzeitig im Labor neue therapeutische Ansätze. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Ugur Uslu, Oberarzt und Professor für Dermatologische Onkologie. Gemeinsam mit einem engagierten Team verfolgen wir ein klares Ziel: Forschung soll nicht im Labor stehen bleiben, sondern zügig dort ankommen, wo sie gebraucht wird - bei den Betroffenen.
Motivation und Innovation
Wenn aggressiver Hautkrebs trotz moderner Therapien weiter fortschreitet, bleiben Betroffenen oft nur noch wenige Hoffnungsträger. Genau hier setzt unsere Motivation an. Wir möchten CAR-T-Zellen entwickeln - also körpereigene Abwehrzellen, die im Labor gezielt darauf vorbereitet werden, Krebszellen zu erkennen und anzugreifen. Bei soliden Tumoren wie Hautkrebs liegt die besondere Herausforderung jedoch darin, dass diese Zellen im Tumor häufig rasch an Kraft verlieren und ihre Wirkung somit nicht entfalten können. Deshalb wollen wir nicht nur neue CAR-T-Zellen entwickeln, sondern die nächste Generation dieser Therapie: Zellen, die aktiver, ausdauernder und schlagkräftiger sind.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Mit dem beantragten Projekt möchten wir den nächsten Entwicklungsschritt hin zu wirksameren CAR-T-Zellen gegen Hautkrebs gehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche immunologischen Botenstoffe diese Zellen gezielt unterstützen können. Botenstoffe sind natürliche Signale des Körpers, mit denen Immunzellen miteinander „kommunizieren“ und sich gegenseitig aktivieren. Unser Ziel ist es, diejenigen Botenstoffe zu finden, die CAR-T-Zellen helfen, im Tumor länger stark, aktiv und belastbar zu bleiben.
Ansatz des Forschungsprojektes
Dafür statten wir bereits entwickelte CAR-T-Zellen im Labor gezielt mit ausgewählten Botenstoffen aus und untersuchen anschließend, wie sich ihre Leistungsfähigkeit dadurch verändert. Entscheidend ist für uns, ob diese Zellen Krebszellen wirksamer bekämpfen, sich besser vermehren und auch unter den schwierigen Bedingungen im Tumor länger funktionsfähig bleiben. Durch den systematischen Vergleich verschiedener Botenstoffe möchten wir herausarbeiten, welche Strategie das größte Potenzial für eine spätere Anwendung bei Patienten mit Hautkrebs besitzt.
Welche Krebserkrankung soll behandelt werden?
Das Projekt richtet sich auf aggressive Hauttumore wie das maligne Melanom und das Merkelzellkarzinom. Obwohl es bereits moderne Therapien gibt, bleiben Rückfälle, Resistenzentwicklungen und unzureichende Behandlungserfolge ein großes Problem. Deshalb besteht ein dringender Bedarf an neuen, zielgerichteten und wirksamen Strategien.
Warum soll das Forschungsprojekt unterstützt werden?
Dieses Projekt verbindet wissenschaftliche Innovation mit unmittelbarer medizinischer Relevanz. Es greift ein reales Problem aus der Versorgung von Menschen mit Hautkrebs auf: Selbst vielversprechende Immunzelltherapien verlieren bei soliden Tumoren oft an Wirkung. Wenn es gelingt, CAR-T-Zellen mit den richtigen immunologischen Signalen gezielt zu stärken, könnte das den entscheidenden Unterschied machen - hin zu wirksameren und ausdauernderen Therapien für schwer behandelbare Hauttumoren. Eine Förderung durch die Stiftung „Forschung hilft“ würde es uns ermöglichen, genau diese entscheidenden ersten Daten zu gewinnen. Solche Anschubfinanzierungen sind oft der Schlüssel, um mutige Ideen in eine konkrete Entwicklung zu überführen. Es wird daher nicht nur ein Forschungsprojekt gefördert, sondern eine neue Perspektive für Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs, die dringend auf bessere Therapieoptionen angewiesen sind.