Verantwortliche Personen:
AG Hagemann/Löhr - Tumorbiologisches Labor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg (Direktor: Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus)
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Dieses Projekt wurde 2018 von der Stiftung "Forschung hilft" mit 10.196,65 Euro gefördert.

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Team

Das neuroonkologische Forscherteam um den Molekularbiologen Priv.-Doz.- Dr. Carsten Hagemann und den Neurochirurgen Priv.-Doz. Dr. Mario Löhr arbeitet bei diesem Projekt eng mit dem Chemiker Prof. Dr. Ulrich Schatzschneider (Bioanorganische Chemie, Universität Würzburg) zusammen und wird durch technische Assistenten, naturwissenschaftliche Doktoranden und Master-Studenten unterstützt.

Motivation und Innovation der Arbeitsgruppe

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen hirneigenen Tumoren im Erwachsenenalter. Trotz Operation, Strahlen- und Chemotherapie überleben die meisten Betroffenen diese Erkrankung um weniger als zwei Jahre. Die Motivation unserer wissenschaftlichen Anstrengungen liegt in der Entwicklung innovativer Therapieansätze zur Verbesserung der Prognose und Lebensqualität von Patienten mit Glioblastomen und anderen Hirntumoren.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Die zur Behandlung von Glioblastomen eingesetzten Chemotherapeutika beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten mitunter beträchtlich, da die verabreichten Substanzen im gesamten Körper Nebenwirkungen entfalten. Gleichzeitig reicht ihre Konzentration innerhalb des Tumorgewebes häufig nicht aus, um ein erneutes Wachstum langfristig zu verhindern. Mit unserem neuartigen Behandlungsansatz wollen wir erreichen, dass die Wirksamkeit der Chemotherapeutika innerhalb des Tumors deutlich gesteigert wird, gleichzeitig aber die systemischen Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden.

 

Besonders attraktiv ist dieses Behandlungskonzept auch dadurch, dass der Ultraschall das zu durchdringende gesunde Gewebe nicht schädigt.

 

Was ist der Ansatz des Forschungsprojektes?

Bei dem hoch innovativen Forschungsprojekt geht es darum, mikroskopisch kleine Bläschen, sogenannte Microbubbles, zu entwickeln und diese mit Chemotherapeutika zu beladen. Diese Microbubbles sollen später den Patienten in den Blutkreislauf injiziert werden, wobei die Chemotherapeutika innerhalb der Bläschen so stabil verankert werden, dass sie im Körper keine Nebenwirkungen entfalten können. Gelangen sie aber mit dem Blutstrom in den Tumor, können sie dort durch fokussierten Ultraschall mit hoher Präzision zum Platzen gebracht werden. Somit wird der Wirkstoff sehr gezielt nur innerhalb des Glioblastoms freigesetzt. Besonders attraktiv ist dieses Behandlungskonzept auch dadurch, dass der Ultraschall das zu durchdringende gesunde Gewebe nicht schädigt.

Das Gesamtprojekt wird seit 2014 von der „Jörg Bernards-Stiftung“ mit insgesamt EUR 250.000,- für die Schaffung naturwissenschaftlicher Doktorandenstellen, die Entwicklung des Ultraschallgerätes und Verbrauchsmaterial gefördert.

 

Welche Krebserkrankung soll behandelt werden?

In erster Linie sollen mit dem neuartigen Behandlungskonzept Glioblastome behandelt werden. Auch weitere Hirntumoren, vor allem Metastasen, könnten durch die kombinierte Anwendung von Microbubbles und fokussiertem Ultraschall in Zukunft effektiver bekämpft werden.

 

 

Warum soll das Forschungsprojekt unterstützt werden?

Unser innovatives Behandlungskonzept soll die Wirksamkeit der Chemotherapie bei Glioblastomen und weiteren Hirntumoren verbessern und die gegenwärtigen Belastungen für die Patienten durch deren Nebenwirkungen reduzieren.

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