AG Wiegering
Behandlung und Nachsorge bei low-grade muzinösen Neoplasien der Appendix (LAMN)
Low-grade muzinöse Neoplasien der Appendix (LAMN) stellen die häufigsten Tumoren der Appendix dar. Die Entität wird erstmals 2010 von der WHO als eigenständiger Tumor aufgeführt. LAMN zeichnen sich durch dysplastisches, schleimbildendes Epithel, extrazelluläre Schleimablagerungen und ein verdrängendes, aber nicht gewebeinvasives Wachstum aus. Durch die extrazelluläre Schleimablagerung kommt es zu einer zunehmenden Auftreibung der Appendix, welche letztlich zur Perforation und damit zum peritonealen Schleimaustritt führt. Ist letzterer azellulär, spricht man von einer peritonealen Muzinose, finden sich aber zusätzlich Tumorzellen handelt es sich um ein Pseudomyxoma peritonei (PMP). Aktuell geht man davon aus, dass wenn im Rahmen einer Appendektomie die vollständige Tumorresektion erfolgt ist und keine Perforation und kein PMP/ Muzinose vorliegt, die alleinige Appendektomie als Therapie ausreichend. Allerdings kann auch bei Patienten in dieser Situation im weiteren Verlauf (bis zu 20 Jahre) sekundär ein PMP / Muzinose auftreten...
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